Lattenstützer protestieren gegen Kleindatenhaltung

November 2, 2008

“In der Kleindatenhaltung herrschen Verhältnisse, wie man sie von Berichten russischer Reisender aus dem 15. Jahrhundert kennt, und das mitten Österreich,” behaupten einheimische Lattenschützer. Weil aber immer mehr Personen ihre Zivilcourage entdecken, werden diese untragbaren Zustände nicht mehr lange anhalten, ist sich Professor Frederick Mullenweg, Experte für artgerechte Datenhaltung, sicher.

Von Kleindatenhaltung spricht man, wenn der verdoppelte Umlaufradius unterhalb der maximalen Bytewortlänge liegt. “Eigentlich eine Unmöglichkeit, denn wir sprechen hier von Daten, deren Radien durch die jahrelange Haltung gravierend eingeschränkt ist,” erklärt Fritz Fritzke, Aktivist bei Verein “Kleindatenhaltung nicht mit uns”. In der Tag mag Außenstehenden die EU-Richtlinie, wonach bei längerfristiger Lagerung Daten bis zu einem Drittel ihrer maximalen rar-Komprimierbarkeit gestaucht werden dürfen, grausam erscheinen. Experten behaupten freilich, dass Europa ohne die Kleindatenhaltung längst nicht mehr international konkurrenzfähig wäre und verweisen auf die Winzigdatenhaltung, die in japanischen Privathaushalten bereits gang und gäbe ist.

Lattenstützer fordern dagegen ein Umdenken: “Wir betrachten Daten als unser Eigentum, mit dem wir machen können, was wir wollen. Aber das hat man vor wenigen Jahren über Gepardenforellen auch gedacht. Daten brauchen ausreichend Auslauf, um glüklich zu sein – wir werden die Kleindatenhaltung auch ohne Rückbildung einer kriminiellen Organisation aufhalten,” versprach sich Fritz Fritzke gestern im Online-Radio. Die Einnahmen aus diesem SEO Wettbewerb werden zu 13% zur Verbesserung der Lebensumstände von klein gehaltenen Daten verwendet.

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